Neukölln hat ein Imageproblem, und das liegt fast immer am selben Missverständnis. Wer an den Bezirk denkt, denkt an den nördlichen Zipfel rund um die Sonnenallee und die Karl-Marx-Straße, an Spätis, Shisha und Partys. Dabei ist das nur ein kleiner Ausschnitt. Der Bezirk Neukölln reicht weit nach Süden, über Britz und Buckow bis nach Rudow an die Stadtgrenze, und genau dort, im grünen Süden, liegen einige der schönsten und ruhigsten Orte ganz Berlins.
Diese Spannweite macht Neukölln so reizvoll. In einer halben Stunde kommst du vom geschäftigen Norden zum stillen Komenský-Denkmal im Comenius-Garten, von der italienisch anmutenden Wasserkaskade des Körnerparks zum UNESCO-Welterbe der Hufeisensiedlung. Wir haben die elf Sehenswürdigkeiten zusammengetragen, die den ganzen Bezirk erzählen, vom mittelalterlichen Dorfanger bis zum höchsten Hochhaus Berlins, sortiert von der bekanntesten bis zur leiseren Entdeckung.
1. Die Hufeisensiedlung
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Sie ist die berühmteste Sehenswürdigkeit des Bezirks und seit 2008 Teil des UNESCO-Welterbes der Berliner Wohnsiedlungen der Moderne. Zwischen 1925 und 1933 entwarfen Bruno Taut und Martin Wagner in Britz eine Wohnsiedlung, die mit der dunklen, engen Mietskaserne der Kaiserzeit radikal brach: Licht, Luft, Sonne und ein eigener Garten für jeden Bewohner. Das Herzstück ist der weite, hufeisenförmige Block, der einem alten Teich und einer Eiszeitsenke folgt und einen begrünten Innenhof umschließt.
Wer durch die Siedlung geht, erkennt sofort, warum sie damals eine Sensation war. Taut arbeitete mit kräftigen Farben, mit Rot, Blau und Gelb an Türen, Fensterläden und Fassaden, was der Anlage ihren Spitznamen als bunte Siedlung einbrachte. Die Reihenhäuser an der Fritz-Reuter-Allee mit ihren roten Fronten gehören zu den meistfotografierten Motiven. Erreichbar ist das Ensemble bequem über den U-Bahnhof Parchimer Allee der Linie U7.
Am schönsten ist ein Besuch im Frühsommer, wenn die Vorgärten blühen und das Hufeisen sich in sattem Grün zeigt. Wichtig zu wissen: Die meisten Häuser sind bis heute bewohnt, du bewegst dich also durch ein lebendiges Wohnquartier und nicht durch ein Museum. Ein einzelnes Taut-Haus kann an festen Terminen von innen besichtigt werden und gibt einen Eindruck vom durchdachten Grundriss der zwanziger Jahre.
2. Der Britzer Garten
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Wenn die Hufeisensiedlung das Welterbe des Bezirks ist, dann ist der Britzer Garten sein grünes Wohnzimmer. Die rund 90 Hektar große Anlage entstand 1985 als Gelände der Bundesgartenschau und blieb danach als einer der schönsten Parks Berlins erhalten. Im Unterschied zu den meisten Volksparks ist der Britzer Garten umzäunt und kostet Eintritt, was ihn ungewöhnlich gepflegt und ruhig hält: kein Durchgangsverkehr, keine zugewucherten Ecken, dafür sorgsam komponierte Landschaftsbilder.
Das Gelände lebt von Abwechslung. Ein großer See mit Liegewiesen bildet das Zentrum, daneben gibt es Themengärten, einen Karl-Foerster-Staudengarten, einen Hexenkessel als Spielplatz und im Frühjahr eine berühmte Tulpenschau, die Tulipan, mit Hunderttausenden Zwiebelblumen. Eine kleine Parkeisenbahn ruckelt im Sommer über das Gelände, und die Calic-Mühle erinnert als funktionsfähige Bockwindmühle an die Landwirtschaft, die hier einst betrieben wurde.
Du erreichst den Garten am besten über den U-Bahnhof Britz-Süd der U7 oder über die Eingänge an der Mohriner Allee und am Sangerhauser Weg. Ein ganzer Nachmittag vergeht hier leicht. Wer es ruhig mag, kommt unter der Woche, an warmen Wochenenden füllen sich die Wiesen mit Familien aus dem ganzen Süden Neuköllns.
3. Rixdorf und der Richardplatz
© Unbekannt
Mitten im dichten, nördlichen Neukölln liegt ein Ort, der wie ein Dorf wirkt, weil er eines ist. Der Richardplatz ist der historische Kern des alten Rixdorf, jenes Dorfes, das erst 1912 in Neukölln umbenannt wurde, weil der Name Rixdorf einen schlechten Ruf bekommen hatte. Um den kopfsteingepflasterten Platz mit der alten Schmiede, dem Bethlehemskirchlein und niedrigen Häusern hat sich ein Stück Vergangenheit gehalten, das mitten in der Großstadt fast unwirklich erscheint.
Besonders ist die böhmische Geschichte des Ortes. 1737 siedelte der Preußenkönig protestantische Glaubensflüchtlinge aus Böhmen hier an, und ihre Spuren prägen das Böhmische Dorf bis heute, vom böhmischen Gottesacker bis zu den schlichten Kolonistenhäusern in den Seitenstraßen. Am Richardplatz steht die Schmiede, die noch arbeitet, und im Advent verwandelt sich der Platz in den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt Rixdorf, einen der schönsten und unkommerziellsten der Stadt.
Vom U-Bahnhof Karl-Marx-Straße oder Rathaus Neukölln sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Am besten lässt sich Rixdorf mit einem Spaziergang durch die umliegenden Gassen und einem Abstecher in den nahen Comenius-Garten verbinden. Wer den Trubel der Karl-Marx-Straße kennt, ist überrascht, wie schnell es hier still wird.
4. Der Körnerpark
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Der Körnerpark ist die wohl überraschendste Grünanlage Neuköllns, weil man sie von der Straße aus kaum vermutet. Zwischen Mietshäusern öffnet sich plötzlich ein tiefer gelegener Park, der wie ein barocker Schlossgarten anmutet, mit Balustraden, Treppen, einer Orangerie und einer rauschenden Wasserkaskade. Angelegt wurde er zwischen 1912 und 1916 auf dem Gelände einer ehemaligen Kies- und Sandgrube, deren Vertiefung dem Park seine ungewöhnliche, eingesenkte Lage gibt.
Der Höhenunterschied von mehreren Metern ist der ganze Reiz. Von der oberen Promenade blickst du hinab auf streng angelegte Beete, die im Sommer üppig bepflanzt sind, während die Kaskade Wasser in ein Becken laufen lässt. Die Orangerie an der Stirnseite ist heute eine Galerie für zeitgenössische Kunst, im Sommer finden auf der Terrasse kostenlose Konzerte statt, die zu den schönsten Open-Air-Terminen des Bezirks gehören.
Der Park liegt im Schillerkiez nahe der Jonasstraße, gut erreichbar vom S- und U-Bahnhof Neukölln oder vom U-Bahnhof Karl-Marx-Straße. Ein Besuch lohnt sich besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief über der Kaskade steht. Mitbringen kannst du eine Decke, der gepflegte Rasen lädt zum Verweilen ein.
5. Das Schloss Britz
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Schloss Britz ist genau genommen kein Schloss, sondern das Herrenhaus eines alten Ritterguts, und gerade das macht seinen Charme aus. Die Geschichte des Gutes reicht bis ins Mittelalter zurück, das heutige Gebäude erhielt seine klassizistische Gestalt nach einem Umbau im 19. Jahrhundert. Liebevoll restauriert zeigt es heute eine Wohnkultur der Gründerzeit, mit original eingerichteten Salons, schweren Möbeln und Stuck, wie man sie in Berlin selten so vollständig erhalten findet.
Rund um das Haus gruppieren sich der ehemalige Gutshof mit Stallungen und ein weitläufiger Gutspark im englischen Stil, der frei zugänglich ist und sich gut mit dem benachbarten Britzer Garten kombinieren lässt. Im Sommer wird der Innenhof zur Bühne: Konzerte, Lesungen und das Gartenfest gehören zum festen Programm. Im Stall befindet sich zudem die Dauerausstellung zur Geschichte Neuköllns.
Das Ensemble liegt an der Alt-Britz, dem alten Dorfanger von Britz mit seiner Dorfkirche gleich gegenüber. Vom U-Bahnhof Parchimer Allee der U7 sind es nur wenige Gehminuten. Wer die Innenräume sehen will, sollte die Öffnungszeiten der Führungen beachten, der Park dagegen steht das ganze Jahr offen.
6. Der Volkspark Hasenheide
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Die Hasenheide ist der grüne Norden Neuköllns und ein Park mit Geschichte. Auf dem einstigen Jagdgelände der Kurfürsten eröffnete Friedrich Ludwig Jahn 1811 den ersten öffentlichen Turnplatz Deutschlands, weshalb ein Denkmal und der Findlingsstein bis heute an den Turnvater Jahn erinnern. Aus der einstigen Heide ist ein waldartiger, hügeliger Volkspark geworden, der sich an der Grenze zu Kreuzberg über mehrere Bezirksteile zieht.
Heute ist die Hasenheide vor allem Naherholung: schattige Wege unter alten Bäumen, ein Freilichtkino im Sommer, ein kleiner Tierpark mit heimischen Arten, eine Minigolfanlage und vom künstlich aufgeschütteten Rixdorfer Höhe ein Blick über die Baumkronen. Die parkeigene Moschee mit ihrer Kuppel setzt einen unerwarteten architektonischen Akzent am Rand der Anlage.
Erreichbar ist der Park über die U-Bahnhöfe Hermannplatz und Südstern. Tagsüber ist die Hasenheide ein entspannter Ort zum Joggen, Picknicken und Flanieren. Wer die Geschichte des deutschen Turnens an ihrem Ursprung sehen will, findet das Jahn-Denkmal nahe dem nördlichen Eingang.
7. Der Comenius-Garten
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Direkt neben dem Böhmischen Dorf liegt einer der stillsten und gedankenvollsten Orte Neuköllns. Der Comenius-Garten, in den 1990er Jahren angelegt, ist dem böhmischen Pädagogen und Philosophen Johann Amos Comenius gewidmet, dessen Anhänger einst nach Rixdorf kamen. Der Garten ist kein gewöhnlicher Park, sondern als begehbares philosophisches Konzept gestaltet: Ein gewundener Weg führt durch die Stationen des menschlichen Lebens, vom Anfang bis zum Ende, begleitet von Pflanzungen, Wasser und Inschriften.
Die Anlage ist bewusst klein und intim gehalten, mit alten Obstbäumen, einer Wiese, einem Denkmal und ruhigen Sitzplätzen. Wer hierherkommt, sucht keine Attraktion, sondern einen Ort zum Innehalten, abgeschirmt vom Lärm der nahen Sonnenallee. Gerade dieser Kontrast macht den Garten zu einer kleinen Sensation mitten im dicht bebauten Norden.
Der Eingang liegt am Böhmischen Dorf nahe der Richardstraße, nur wenige Schritte vom Richardplatz entfernt. Beide Orte gehören zusammen und lassen sich an einem Nachmittag verbinden. Die Öffnungszeiten sind begrenzt und richten sich nach den Jahreszeiten, ein Blick am Tor lohnt sich vor dem Besuch.
8. Das Tempelhofer Feld
© Matti Blume
Streng genommen teilen sich zwei Bezirke das Tempelhofer Feld, doch die östliche Hälfte mit den Eingängen an der Oderstraße gehört zum Neuköllner Schillerkiez und ist aus dem Leben des Bezirks nicht wegzudenken. Auf dem Gelände des 2008 stillgelegten Flughafens Tempelhof entstand eine der größten innerstädtischen Freiflächen der Welt, ein Ort, an dem der Horizont plötzlich offen ist und der Himmel größer wirkt als sonst in Berlin.
Die alten Start- und Landebahnen sind heute Asphaltadern für Radfahrer, Skater und Kitebuggys, dazwischen liegen riesige Wiesen, Gärten und Vogelschutzzonen. Im Sommer steigen über dem Feld die Drachen, im Winter pfeift der Wind ungehindert über die Bahnen. Dass die Berliner per Volksentscheid eine Bebauung verhindert haben, hat dem Ort seine einzigartige Weite bewahrt.
Der Neuköllner Zugang an der Oderstraße liegt nahe dem U-Bahnhof Boddinstraße und dem S-Bahnhof Tempelhof. Von hier blickst du über die gesamte Fläche bis zum mächtigen Bogen des alten Flughafengebäudes am Horizont. Bei Sonnenuntergang ist das Feld einer der schönsten Orte der ganzen Stadt.
9. Das Stadtbad Neukölln
© A.Savin
Hinter einer unscheinbaren Fassade an der Ganghoferstraße verbirgt sich eines der prächtigsten Schwimmbäder Europas. Das Stadtbad Neukölln wurde zwischen 1912 und 1914 erbaut, in einer Zeit, in der sich die damals selbstständige und wohlhabende Stadt Rixdorf ein Bad leisten wollte, das mehr war als reine Hygiene. Das Ergebnis ist eine Badekathedrale: zwei Schwimmhallen mit Säulen, Marmor, Mosaiken und Wandbildern, gestaltet nach Vorbildern der römischen Antike.
Das Besondere ist, dass dieses Gesamtkunstwerk bis heute ein ganz normales öffentliches Schwimmbad ist. Du kannst gegen Eintritt in derselben Halle deine Bahnen ziehen, in der vor über hundert Jahren schon die Rixdorfer schwammen. Dazu gehören historische Wannenbäder und ein römisch-irisches Dampfbad, das die Tradition des Saunierens in opulentem Ambiente fortführt.
Das Bad liegt zentral nahe der Karl-Marx-Straße, wenige Schritte vom U-Bahnhof Rathaus Neukölln entfernt. Wer schwimmen geht, sollte ruhig den Kopf heben und die Decke betrachten. Für reine Besichtigungen lohnt sich ein Blick auf die Termine geführter Architekturrundgänge, denn der Schwimmbetrieb hat naturgemäß Vorrang.
10. Die Dorfkirche Britz und der alte Dorfanger
© Heinrich Wohler
Zwischen Schloss Britz und Britzer Garten steht der vielleicht älteste Zeuge des Bezirks. Die Dorfkirche Britz auf dem Anger von Alt-Britz ist eine schlichte Feldsteinkirche, deren Ursprung bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, in jene Zeit, als Britz noch ein kleines märkisches Bauerndorf weit vor den Toren Berlins war. Über die Jahrhunderte wurde sie verändert und erweitert, doch der gedrungene Feldsteinbau erzählt bis heute von der ländlichen Vergangenheit dieser Gegend.
Der Reiz liegt im Ensemble. Rund um die Kirche hat sich der typische Dorfanger erhalten, eine grüne, längliche Platzform, um die sich einst die Höfe gruppierten. Mit dem Schloss Britz, der Kirche und den alten Hofstellen ergibt sich an Alt-Britz ein Bild, das daran erinnert, dass der heutige Großstadtbezirk aus mehreren mittelalterlichen Dörfern zusammengewachsen ist.
Du erreichst Alt-Britz über den U-Bahnhof Parchimer Allee der U7. Ein Spaziergang über den Anger lässt sich gut mit einem Besuch von Schloss Britz und dem Gutspark verbinden. So bekommst du an einem Nachmittag die ganze Geschichte eines alten Dorfes, von der Kirche über das Gutshaus bis zum Park.
11. Der Estrel Tower
© Avda
Zum Abschluss ein Sprung in die Gegenwart. Neben dem Estrel, dem größten Hotel- und Kongresszentrum Deutschlands, ist an der Sonnenallee mit dem Estrel Tower eines der höchsten Hochhäuser Berlins entstanden. Mit seiner schlanken, gläsernen Silhouette markiert der Turm weithin sichtbar den Übergang vom dichten Norden Neuköllns zum Spreekanal und setzt einen modernen Kontrapunkt zu den Dorfkirchen und Gartensiedlungen des Bezirks.
Der Tower steht für ein Neukölln, das sich verändert: weg vom alleinigen Ruf des Problembezirks, hin zu einem Ort, der auch Kongressgäste und internationale Besucher empfängt. Schon das bestehende Estrel mit seinem Show- und Veranstaltungsbetrieb zieht Menschen aus aller Welt an, der neue Turm vergrößert diese Bühne und prägt die Stadtsilhouette von Süden her sichtbar mit.
Das Areal liegt am Neuköllner Schifffahrtskanal nahe dem S-Bahnhof Sonnenallee. Von der Brücke über den Kanal hast du den besten Blick auf das Hochhaus, das sich im Wasser spiegelt. Wer den ganzen Bogen Neuköllns sehen will, vom mittelalterlichen Anger bis zur Hochhausfassade, findet hier den passenden Schlusspunkt.
- Der böhmische Gottesacker: Versteckt im Böhmischen Dorf liegt der alte böhmische Friedhof, ein stiller, von hohen Bäumen beschatteter Begräbnisplatz der Glaubensflüchtlinge des 18. Jahrhunderts. Zwischen verwitterten Grabsteinen und tschechischen Inschriften spürst du die Geschichte Rixdorfs unmittelbarer als an jedem anderen Ort des Bezirks.
- Die Gärten der Welt sind es nicht, aber der Carl-Weder-Park: Während alle in den Britzer Garten strömen, kennen nur wenige den langgezogenen Carl-Weder-Park, der sich auf einer ehemaligen Bahntrasse durch den Süden zieht. Eine grüne Achse zum Spazieren und Radeln, ruhig, unaufgeregt und fast ausschließlich von Anwohnern genutzt.
- Die Rixdorfer Höhe in der Hasenheide: Kaum ein Besucher weiß, dass der höchste Punkt der Hasenheide ein aufgeschütteter Trümmerberg ist. Vom Gipfel der Rixdorfer Höhe blickst du über die Baumkronen des Volksparks, ein kleiner, unverhoffter Aussichtspunkt mitten im Grünen, der besonders im Herbst seinen Reiz hat.
Elf Sehenswürdigkeiten, und doch ist damit nur ein Teil des Bezirks erzählt. Neukölln belohnt vor allem die, die weitergehen als bis zur ersten Ecke, die in den Süden fahren, die Seitenstraßen Rixdorfs erkunden und die unscheinbaren Türen wie die des Stadtbads öffnen.
Am Ende ist es genau dieser Kontrast, der den Bezirk so besonders macht: das mittelalterliche Dorf neben dem Hochhaus, das UNESCO-Welterbe neben dem böhmischen Friedhof, der barocke Park neben dem weiten Feld. Wer Neukölln auf seinen Ruf reduziert, verpasst einen der vielseitigsten Bezirke Berlins.