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Was macht Heinz Buschkowsky heute? Neuköllns Ex-Bürgermeister aktuell

Silvester-Chaos, Bestseller und harte Politik: Buschkowsky mischt sich wieder ein und warnt vor gescheiterter Integration

Von Jens Rethfeld | 6. März 2026
Was macht Heinz Buschkowsky heute? Neuköllns Ex-Bürgermeister aktuell © Yasemin Korkmaz

Stell dir vor, es ist Silvester 2022 in Neukölln, und Feuerwerkskörper fliegen nicht nur in den Himmel, sondern auf Menschen. Heinz Buschkowskys Ziehtochter Franziska Giffey, damals Regierende Bürgermeisterin von Berlin, steht mitten im Chaos, ein Moment, der den alten Kämpfer wieder auf den Plan ruft. Die aktuellen Böllerverbotszonen in Neukölln sollen genau solche Szenen künftig verhindern.1

„Es ist politisch so gewollt“, polterte Buschkowsky damals in einem Interview. Der Mann, der Neukölln jahrzehntelang mit harter Hand regierte, sieht immer noch genau hin, auch wenn er selbst seit Jahren im Schatten steht.

Was dich erwartet

Steckbrief: Heinz Buschkowsky

Geboren1948 in Berlin
Alter (2026)77 Jahre
WohnortBerlin-Buckow (Neukölln)
EhefrauChristina
ParteiSPD
Bekannt alsBezirksbürgermeister von Neukölln (2001–2015)

Von der Rütli-Schule zum Bestseller

Heinz Buschkowsky, geboren 1948 in Berlin, stieg von der Senatsbehörde über die Bezirksverordnetenversammlung zum mächtigen Bezirksbürgermeister auf, erst 1991/92, dann von 2001 bis 2015. Er war der Bezirksstadtrat, der sich für Jugend, Bildung und Soziales engagierte, und vor allem derjenige, der Neuköllns Probleme anpackte, von Störerfamilien bis zu Ganztagsschulen.23

Seine Marke wurde die Rütli-Schule, Symbol für Gewalt und Scheitern, deren Lage er mit Wachschutz und harten Maßnahmen anging. 2012 kam „Neukölln ist überall“ raus, ein Bestseller, der Integrationslücken, Hartz-IV-Clans und Parallelgesellschaften seziert. Rund um die Autorenschaft gab es später Debatten, weil Mitarbeiter aus dem Bezirksamt Material für das Buch zusammengetragen haben sollen.

Buschkowsky war kein Multikulti-Fan. „Multikulti ist gescheitert“, sagte er sinngemäß bereits Mitte der 2000er und setzte auf Prävention plus Repression, inspiriert von Rotterdam. Projekte wie Stadtteilmütter oder die Kulturstiftung Schloss Britz zeigen: Er wollte Neukölln lebenswert machen, für alle.

Der Abschied von der Macht

Bereits 2015 zog er sich aus dem Bürgermeisteramt zurück. 2018 sorgte er für Aufsehen, als er die SPD im Interview eine „Klugscheißerpartei“ nannte. Neukölln hatte sich verändert, doch seine Prognosen, Kriminalität und Integrationsdefizite, hallten nach. Er zog sich zurück, blieb aber der Prophet, den man zitiert.

Auch privat: Er lebt mit Frau Christina in Buckow, am Rande von Neukölln, wo die Welt ruhiger ist. Familie bleibt privat, bis auf jene Silvester-Nacht 2022/23, in der in Neukölln Einsatzkräfte mit Böllern attackiert wurden. Buschkowsky nutzte den Vorfall, um gegen die Politik zu wettern.

Seine Zeit als Bürgermeister war ein Mix aus Erfolgen wie dem Aufbau des Campus Rütli ab 2008/09 und Kontroversen wie SPD-Kritik und der Ghostwriter-Debatte. Doch Neuköllner erinnern ihn als den, der Klartext redete.

Was macht Heinz Buschkowsky heute?

Stand 2026 ist es ruhig um ihn. Keine neuen Bücher, Filme, Alben oder Firmen, keine öffentlichen Projekte dokumentiert. Seine letzten viel beachteten Wortmeldungen stammen aus dem Umfeld der Silvesternacht 2022/23 und der Berliner Wiederholungswahl Anfang 2023.

Im Januar 2023 sagte er zu den Krawallen sinngemäß, das Geschehen sei politisch so gewollt. Im Februar warnte er vor einer Fortsetzung der Koalition. Seitdem ist es ruhig geworden, kaum Interviews, Events oder Social Media. Vermutlich genießt er den Ruhestand in Buckow, fern vom Trubel.

Seine Präsenz lebt durch Zitate weiter. Kein neues öffentliches Engagement, aber auch keine Abkehr von Neukölln-Themen. Auch für die kommenden Monate sind keine Pläne bekannt, doch wer Buschkowsky kennt, traut ihm zu, dass er sich wieder zu Wort meldet, wenn es brennt.

Der ewige Wächter von Neukölln

Neukölln ruft seinen Namen immer noch. Auch Jahre nach seinem Rücktritt verweisen Kommentatoren auf ihn, wenn es um Themen wie Kriminalität und Integration geht. Seine alten Warnungen wirken aus heutiger Sicht weiter nach. Er ist der Ex-Bürgermeister, der prophetisch wirkt, ohne vor Ort zu sein.

Früher kämpfte er mit Pilotprojekten wie Stadtteilmüttern oder dem Gutshof Britz als Kulturzentrum. Heute wirkt sein Einfluss indirekt: Medien zitieren ihn, wenn Silvester eskaliert oder Clans auffliegen. Neukölln ist für ihn überall, und er bleibt sein Symbol.

Ohne aktuelle Besuche oder Initiativen, doch sein Vermächtnis prägt den Bezirk. Die Paul-Hindemith-Musikschule in Britz, Ganztagsschulen – das sind Spuren, die bleiben. Buschkowsky als stiller Beobachter, der Neukölln nie vergisst.

Ausblick: Kommt der Comeback?

Was plant Heinz Buschkowsky? Keine Infos für 2024-2026, die Recherche zeigt Lücken. Vielleicht schreibt er im Stillen am nächsten Buch, oder er fischt in Buckow. Seine Botschaft – Bildung, Regeln, Polizei – bleibt aktuell.

In Neukölln, wo Probleme andauern, könnte seine klare Stimme fehlen. Sinngemäß betonte er stets, Integration sei kein Selbstläufer, sondern müsse aktiv gestaltet werden. Wenn die Sicherheits- und Integrationslage erneut kippt, dürften wir ihn wieder hören, direkt, ungeschminkt, neuköllnisch.

Buschkowsky, der Kämpfer aus dem Bezirk, zeigt: Manche Geschichten enden nicht mit dem Rücktritt. Sie sickern ein, formen die Debatte – und warten auf den nächsten Funken.

Häufige Fragen zu Heinz Buschkowsky

Was macht Heinz Buschkowsky heute?

Heinz Buschkowsky lebt 2026 weitgehend zurückgezogen in Berlin-Buckow. Neue Bücher, Ämter oder feste Projekte sind nicht bekannt. Öffentlich meldet er sich nur noch vereinzelt zu Wort, vor allem bei seinen Kernthemen Integration, Sicherheit und Bildung.

Wie alt ist Heinz Buschkowsky?

Heinz Buschkowsky wurde 1948 in Berlin geboren und ist 2026 damit 77 Jahre alt.

Wer ist die Ehefrau von Heinz Buschkowsky?

Buschkowsky ist mit seiner Frau Christina verheiratet. Das Paar lebt gemeinsam in Buckow am südlichen Rand von Neukölln. Sein Familienleben hält er ansonsten weitgehend privat.

Wo wohnt Heinz Buschkowsky?

Er wohnt in Berlin-Buckow, einem ruhigen Ortsteil von Neukölln, und lebt dort seit Jahren zurückgezogen.

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Jens Rethfeld
Jens Rethfeld
Freier Journalist

Freiberuflicher Journalist, Neuköllner seit der Jahrtausendwende – also noch vor dem großen Hype. Schreibt mit Leidenschaft über seinen Bezirk, ohne die Gentrifizierungsdebatte zu scheuen.

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Leserstimmen
Sabine B. 10. März 2026, 13:57 Uhr

danke für den artikel. schön, dass die leistung für unseren bezirk noch einmal gewürdigt wird.

Dennis87 8. März 2026, 02:07 Uhr

war damals bei einer veranstaltung mit ihm in der lokalen bibliothek. seine art polarisiert, aber er hat immer klare worte gefunden und manchmal auch pragmatische lösungen angeboten, die vor ort geholfen haben.

peter 6. März 2026, 18:40 Uhr

ich erinnere mich noch an die schule meiner kids, als buschkowsky hier noch aktiv war. es gab zwar oft zähe diskussionen im stadtrat, aber die sicherheitsmaßnahmen damals haben den alltag spürbar beruhigt.

Sandra 6. März 2026, 11:00 Uhr

als jemand, der seit den 90ern in neukölln wohnt: buschkowskys rütili-politik hat vieles verändert, aber nicht alles. wer sich für die entwicklung interessiert, dem empfehle ich die archivseiten vom bezirk und die projekte der kulturstiftung britz anzuschauen, dort sieht man, was nachhaltig geblieben ist.

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