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Was macht Juju (Juju44) heute? Comeback, eigenes Label und neue Musik

Nach drei Jahren Auszeit startet Juju 2025 mit neuer Single, eigenem Label VIERVIER MUSIC und einem Kampf gegen Knebelverträge durch.

Von Jens Rethfeld | 13. März 2026
Was macht Juju (Juju44) heute? Comeback, eigenes Label und neue Musik © Yasemin Korkmaz

Stell dir vor, du scrollst durch Instagram und siehst plötzlich Juju44, die Frau, die Neukölln mit ihrem rauen Sound geprägt hat, posten über einen mysteriösen Knebelvertrag, in dem sie sich öffentlich gegen Unterdrückung von Künstlern in der Musikindustrie wehrt.1 Das ist die Juju von heute: zurück, rebellisch und bereit für mehr. Sie ist nicht die einzige Neuköllner Stimme, die immer wieder Haltung zeigt, auch Frank Zander bleibt dem Kiez treu verbunden.

Judith Wessendorf, geboren 1992 in Berlin, hat sich nach längerer Auszeit gemeldet, mit der Single „Demons“ zusammen mit BASSTARD am 11. April 2025.2 Die Neuköllnerin, deren Künstlername auf die alte Postleitzahl „1000 Berlin 44“ ihres Heimatbezirks Neukölln anspielt, mischt wieder die Szene auf, diesmal als Label-Chefin und Kollaborateurin.

Was dich erwartet

Steckbrief: Juju (Juju44)

Bürgerlicher NameJudith Wessendorf
Geboren1992 in Berlin
Alter (2026)33 Jahre
HerkunftNeukölln (Künstlername nach der Postzahl 44)
BerufRapperin, Label-Chefin (VIERVIER MUSIC)
Bekannt fürSXTN (mit Nura), Solohits „Vermissen“ und „Melodien“

Von Neukölln in die Charts

Neukölln ist mehr als nur ein Bezirk für Juju, es ist ihr Ursprung. Der Name Juju44 verweist auf die alte Berliner Postzonen-Nummer 44 für Neukölln, den Stadtteil, in dem sie aufwuchs. Mit ihrer SXTN-Partnerin Nura mischte sie die Deutschrap-Szene auf. Mit dem Album „Leben am Limit“ (2017) erreichte das Duo Platz 8 der deutschen Albumcharts.3

Ihr Solo-Debütalbum „Bling Bling“ erschien im Juni 2019 und stieg auf Platz 3 der deutschen Albumcharts ein. Mit dem Song „Fick dein Insta“ (2022) meldete sie sich später erneut zu Wort. Neukölln blieb im Hinterkopf, auch wenn die Welt sie rief.

Die Trennung von Nura 2018 war ein Wendepunkt. Beide konzentrierten sich danach auf ihre Solokarrieren. Solo ging es weiter mit Tracks wie „Vermissen“ und „Melodien“ mit Capital Bra, das die deutschen Singlecharts anführte.4

Was Juju heute macht

Heute, 2026, ist Juju auch Unternehmerin. Im April 2024 gründete sie VIERVIER MUSIC und nahm AYLO als erste Künstlerin unter Vertrag, eine Plattform für junge Talente. Inzwischen hat AYLO das Label allerdings wieder verlassen. Eine Kollaboration mit AYLO erschien als „Bis zur Spree“.

Ein Highlight war die Kollaboration mit Johnnie Walker Black Label im Mai 2024 für die Kampagne „Life tastes better when you blend“. Und dann das Comeback: „Demons“ mit BASSTARD, erschienen am 11. April 2025 auf dessen Album „NIMA“.

Hinter den Kulissen kämpfte sie zudem öffentlich gegen einen Knebelvertrag und suchte auf Instagram nach einem Medienanwalt. Inzwischen hat sie sich nach eigenen Aussagen aus dem Vertrag befreit und ist „frei und kann wieder Musik machen“.

Der Neukölln-Bezug heute

Juju bleibt Berlinerin durch und durch, und Neukölln klebt an ihr wie der Beat an ihren Tracks. Der 44er-Code im Namen ist ein Tribut an den Stadtteil, in dem sie aufwuchs. Aktuelle Auftritte und Kollaborationen halten die Verbindung lebendig, auch wenn spezifisches Neukölln-Engagement rar ist.

Ihre Story passt zum Kiez: Aus Neukölln in die Welt, mit Musik als Rettung.5 Fans in Neukölln feiern sie weiter, streamen „Melodien“ mit Capital Bra und warten auf mehr.

Trotz Industrie-Drama mischt sie sich ein, wie eh und je.

Ausblick: Was kommt als Nächstes?

Ein neues Soloalbum seit „Bling Bling“ steht aus, aber „Demons“ weckt Hoffnungen. VIERVIER MUSIC bleibt ihre Plattform, auch wenn AYLO das Label inzwischen verlassen hat. Fans träumen von einer Tour, vielleicht sogar mit einer Nura-Reunion.

Juju44, die Neuköllnerin, die die Industrie herausfordert, bleibt unvorhersehbar. Ob neues Album, Label-Hits oder Kiez-Comeback, Berlin, speziell Neukölln, wartet gespannt. Sie ist zurück, und das fühlt sich richtig an.

Häufige Fragen zu Juju

Wie heißt Juju mit bürgerlichem Namen?

Juju heißt bürgerlich Judith Wessendorf. Der Künstlername Juju44 spielt auf die alte Postleitzahl „Berlin 44“ ihres Heimatbezirks Neukölln an.

Wie alt ist Juju?

Juju wurde 1992 in Berlin geboren und ist 2026 damit 33 Jahre alt.

Wo wohnt Juju heute?

Juju ist Berlinerin und bleibt eng mit Neukölln verbunden, dem Bezirk, in dem sie aufgewachsen ist. Genaue Angaben zu ihrer Adresse macht sie aus Gründen der Privatsphäre nicht.

Wie hoch ist das Vermögen von Juju?

Belastbare oder offizielle Angaben zum Vermögen von Juju gibt es nicht. Im Netz kursierende Schätzungen sind nicht belegt. Gesichert ist, dass sie mit Chart-Erfolgen, ihrem Label VIERVIER MUSIC und Kooperationen wirtschaftlich eigenständig arbeitet.

Hat Juju einen Freund?

Juju hält ihr Privatleben konsequent aus der Öffentlichkeit heraus. Zu einer aktuellen Beziehung sind keine gesicherten Informationen bekannt.

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Jens Rethfeld
Jens Rethfeld
Freier Journalist

Freiberuflicher Journalist, Neuköllner seit der Jahrtausendwende – also noch vor dem großen Hype. Schreibt mit Leidenschaft über seinen Bezirk, ohne die Gentrifizierungsdebatte zu scheuen.

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Leserstimmen
Robby 20. April 2026, 07:00 Uhr

Was hat Aylo noch mit Juju44 zu tun? Dafür das der Artikel vom März ist, ist der nicht wirklich aktuell.

Markus93 18. März 2026, 18:24 Uhr

Hatte sie einmal bei einem kostenlosen Straßenauftritt gesehen, das war richtig roh und echt. Solche Momente merkt man sich lange, freut mich dass sie wieder laut wird.

Laura 14. März 2026, 07:08 Uhr

Ich bin in Neukölln aufgewachsen und ihre Musik hat mich damals total begleitet. Als Jugendliche haben wir ihre Lieder auf Partys gehört und sie fühlte sich immer wie eine Stimme aus der Nachbarschaft an.

Stefan 13. März 2026, 14:32 Uhr

War letzte woche in einem kleinen Club am kottbusser tor, da lief zufällig eines ihrer älteren Tracks und die Stimmung war echt wild. wer sie live sehen will sollte lokale Clubs im Auge behalten, da laufen oft die besten comeback-shows.

markus 13. März 2026, 10:35 Uhr

danke für den artikel, freut mich zu sehen dass juju wieder von sich hören lässt. gute zurückkehr für neukölln.

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